Berlin -Oranienburg, 55 km
Vergnügt gondeln wir durch Berlin, zur ersehnten Zmorgebäckerei. Gestern schon haben wir uns die beste Innbäckerei im Quartier ausgesucht: Zeit für Brot.

Gestärkt starten die wir erste Etappe Richtung Kopenhagen. Mit wenig Verkehr, auf vielen Velowegen und umgeben von viel Grün, verlassen wir Berlin. Bald sind wir an der Havel, die uns ein langes Stück begleiten wird. Flüssen entlang zu fahren, finde ich immer sehr entspannend.
Gar nicht entspannend, sondern für mich sehr aufwühlend, ist der Stopp an einem ehemaligen DDR Wachturm.


Wir fahren gerade dort entlang, wo früher die Mauer stand. Der Turm ist einer von damals 300, welche die Grenzen bewachten. Mir ist sehr schwer ums Herz, wenn ich lese, wie es damals war, wem die Flucht gelungen ist und was mit Leuten passierte, die aufgegriffen wurden. Mit einem speziellen Feldstecher, zuoberst im Turm, sieht man bei einem Ruderboot, dass man von Auge nur schwach erkennt, die Gesichter der Menschen.
Es berührt eben anders, ob man etwas aus der Schule oder aus Berichten kennt oder hier vor Ort steht.
Bedrückt radeln wir weiter. Es ist immer noch recht frisch. Bei der Mittagsrast zeigt sich die Sonne das erste Mal.

Bei der Kaffeepause können wir schon sünnelen. Das tut so gut, nach diesen kühlen Tagen.

Wir begegnen einem speziellen Gefährt und der Besitzer kommt ins Erzählen und Schwärmen. Wer weiss, was nach dem Pino noch auf uns wartet.

Am Nachmittag erreiche wir Oranienburg und unser Hotel. Müde und zufrieden spannen wir im Garten aus, bevor wir uns wieder aufs Velo schwingen und in die Stadt fahren. Wobei Stadt schon recht übertrieben ist. Das Schloss habe ich mir prächtiger vorgestellt und die Häuser wirken alle noch recht DDR geprägt.

Mit einem wunderbaren indischen Essen an der Sonne sind wir mit der Welt versöhnt.

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