Nyord – Nyord, 64 km

Heute planen wir einen Tagesausflug zu den bekannten Kreidefelsen von Møn. Da wir genau am anderen Ende der Insel wohnen, ist uns bewusst, dass es ein recht weiter Weg ist.
Der Anfang unserer Tagesvelotour ist entspannt, wir sehen viele hübsche Häuser am Meer und machen an einem schönen Sandstrand kurz Pause. Dann führt uns der regionale Veloweg auf eine sehr holprige Naturstrasse und über Kilometer werden wir gut durchgeschüttelt. Als Trost sehen wir wieder viele Tiere, Feldhasen, Fasane und einen kleinen Fuchs, der lange vor uns her rennt. So bald wie möglich, weichen wir auf die geteerte Autostrasse aus. Diese ist eher trist, nichts Spannendes zu entdecken und kein Café weit und breit. Mir ist nicht klar, was uns am Touristenhighlight erwarten wird, es sind nur wenige Autos mit uns dorthin unterwegs. Können wir dort wohl unsere Wasserflaschen auffüllen?
Nach gefühlt sehr langer, strenger Fahrt sind wir am Ziel und ein modernes Restaunt und Visitercenter empfängt uns. Jetzt brauche wir zuerst eine Stärkung, wir essen Zmittag und entspannen ein bisschen.

Die Sicht auf die Kalkfelsen ist nur mit eigenem Einsatz zu haben. Wir laufen zuerst einen Kilometer durch den Wald und erhaschen immer wieder Ausblicke auf Meer und Felsen.

Dann geht es 500 Treppenstufen hinunter an den Strand.

Wenn man jetzt hochschaut, sieht man die beeindruckenden 120 Meter hohen Felsen. Sie bestehen aus Skelettresten von Algen und sind so weich, dass man mit dem Finger Kalkkügelchen heraus kratzen kann.

Einen Kilometer laufen wir auf dem steinigen Strand zurück, immer wieder hochschauend und staunend.
Dann geht es wieder 500 Treppenstufen nach oben. Das ging für uns alle besser als erwartet, vielleicht dank unseren trainierten Velobeinen. Es war lohnenswert und hart erkämpft, v.a. auch mit dem Hinweg per Velo.
Für den Heimweg suchen wir eine bessere Strasse und obwohl sie über viele Hügel führt, sind wir happy damit. Ab und zu halten wir an einem der vielen kleine Brockistände am Strassenrand an.

Der Windgott war uns heute wohlgesinnt.
Zuhause angekommen, sind wir alle sehr müde und geniessen den Apéro im Garten und dann selber gekochte Spaghetti.