Køge – Kopenhagen, 56 km

Ein wunderbarer letzter Velotag wartet auf uns. In der Sonne zmörgelen wir vor einer Konditorei in Køge, geniessen das beschauliche Tempo des Städtchens und radeln dann durch viel Natur los. Wir sind noch 60 km von Kopenhagen entfert und total auf dem Land. Wir geniessen die Fahrt sehr und sind gleichzeitig traurig, dass es in diesen Ferien die letzte Tagestour ist. Bald schon führt der Weg uns immer parallel zum Meer. Wir machen verschiedene Abstecher an die Sandstrände und essen Zmittag am, laut Reiseführer, schönsten Badestrand Nordeuropas, dem Hundige Strand.



Es tut so gut, aufs Meer zu schauen, im Sand zu laufen und einfach nochmals alles intensiv zu spüren und aufzusaugen.
Spontan ändert Hannes die Einfahrtsroute nach Kopenhagen und navigiert uns lange durch Grün- und Wasserflächen. Der Veloverkehr nimmt schon merklich zu, vor allem Rennräder flitzen an uns vorbei.

Wir wollten eigentlich ein Foto machen an der Ortstafel Kopenhagen, haben uns jetzt aber über Seitenwege angeschlichen.

Und plötzlich sind wir mittendrin in den coolsten Quartieren und können uns nicht sattsehen, an der beeindruckenden Architektur. Bei uns habe ich immer das Gefühl, alle Neubauten sehen ähnlich und nicht besonders schön aus. Hier begegnen mir unterschiedlichste Hochhäuser, Eines orgineller wie das Andere.
Und mitten drin und überall unzählige Velos. Wir waren vor Jahren schon einmal hier und davon beeindruckt. Was ich heute erlebe, lässt mich an Städte der Zukunft denken. Velos cruisen dicht an dicht über eine Brücke für Zweiräder und Fussgänger, die aber unten nicht endet sondern sich wieder erhebt und die Veloschar so über ein Gebiet trägt. Dabei ist man umgeben von futuristischen Hochhäusern. Ich fühle mich wie im Film. Was ein Glück, sitze ich vorne auf dem Pino.
Wir sind in Kopenhagen angekommen. Der Weg war fast immer das Ziel. 1400 Kilometer sind wir gefahren, ohne Pannen und Gebrechen. Dafür sind wir sehr dankbar.