Metz – Tonney, 100 km
Heute gehts wieder aufs Velo. Pino packen vor dem Hotel, Lebensmittel einkaufen in der Innenstadt und wir sind ready.

Hannes findet es befreiend, so loszufahren und ich kann nachfühlen, was er meint.
Wir fahren dem voie bleue entlang.

Dieser führt uns zuerst an die Ufer der Mosel. So dem Wasser folgend ist manchmal meditativ, manchmal langweilig, oft abwechslungsreich. Neue und alte Schleusen, riesige und kleine Schiffe sind unsere Begleiter.
Da taucht unerwartet eine Top Sehenswürdigkeit auf, ein Stück eines Römerviadukts aus dem 2. Jahrhundert.

Riesig ragen die uralten Brückenpfeiler empor. Sie gehörten zu einem 22km langen Viadukt, der 21 km lang unter der Erde verlief. Es ist extrem eindrücklich davor zu stehen und zu wissen, dass vor so langer Zeit schon eine Art Gussbeton verwendet wurde.
Solche spontanen Reiseunterbrechungen sind genial.
Zum Zmittag gibts den traditionellen Salat im Tupperware und Mirabellen.

Diese hat uns Hannes Bruder ans Herz gelegt, sie sind eine Spezialität der Region, geschmackvoll und süss.
Da kein Cafe in Sicht kommt, kochen wir uns selber einen Kaffee mit unserem neuen Spirituskocher und finden, es geht super.
Den Kanälen entlang kommen wir nach Nancy und nur ein kurzer Abstecher trennt uns noch von den französischen Prunkbauten.

So unerwartet schnell stehen wir mitten auf dem Place Stanislas.


Schön, dass wir ein Auge voll nehmen dürfen, schön, dass wir bald weiterrollen können. Wieder folgen wir den Kanälen und kommen immer mehr aufs Land.
Es ist ein wunderschöner Weg in wunderschöner Abendstimmung. Da sich Hannes kilometermässig verschätzt hat, wird es ein sehr Langer. Gerne biegen wir dann spontan zu einem ausgeschilderten Campingplatz ab und auf dem GPS stehen genau 100km als wir da sind. Müde und zufrieden kochen wir noch Teigwaren, blogen und fallen müde ins Zelt.

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