Tonnoy – La Vôge-les-Bains, 93 km

Es hat geregnet in der Nacht. So suchen wir uns ein trockenes Plätzli für den Zmorgen.
Als wir losfahren ist der Himmel bewölkt und es geht ein leichter Wind, optimales Velowetter.
Wir folgen heute den ganzen Tag dem Kanal zwischen Mosel und Saône, dem canal de vosges. Wir fahren also auf den alten Treidelpfaden. Was früher ein bedeutender Handelsweg war, ist heute Touristenstrecke und Naherholungsgebiet. Manchmal fühlen wir uns richtig eingekuschelt in der Natur.

Es ist ruhig und beschaulich. Wer das nicht merkt, kann hier nachlesen.

In Charmes hoffen wir auf café au lait und croissant und werden enttäuscht. In dieser Stadt hat es nur im Namen Scharm.

Möglichst schnell verlassen wir sie wieder und treideln gemütlich weiter. Es geht auf geteerten Wegen immer gerade aus und dann kurz vor den Schleusen kurz und steil nach oben. So gewinnen wir an Höhe.
Es sind die kleinen Freuden, die unseren Tag bereichern. Vorne auf dem Pino habe ich viel Zeit um mich umzuschauen und entdecke einen Eisvogel, eine Wasserschlange und einen Strauch voller reifer Mirabellen.

Am Nachmittag erreichen wir den höchsten Punkt des Tour.

Von da an geht es geradeaus und bei jeder Schleuse ein Stück hinunter. So sind wir recht schnell unterwegs.
Gegen Abend verlassen wir unsere Route, fahren einen Hügel hoch und kommen zu unserem Schlafplatz, einem kleinen, sehr sympathisch geführten Campingplatz.

Vieles ist improvisiert und man kümmert sich sehr um das Wohl der Gäste. Uns Velofahrenden werden sofort Tisch und Stühle organisiert. Wir sind dankbar, nicht mehr kochen zu müssen und geniessen ein einfaches Znacht im Campingbeizli.