Port-sur-Saône – Pontailer-sur-Saône, 105 km
Früh gehts los, wir geniessen die Kühle des Morgens sehr. Jeden Tag bin ich aufs Neue erstaunt, wie Zelt, Schlafsäcke, Mätteli, Kochzeug und vieles mehr in unseren Velotaschen verschwinden.
Das Fahren macht mich zufrieden. Heute begleitet uns die Farbe grün. Den Kanälen entlang ist alles grün. Bäume, Sträucher, Wiesen und auch der Fluss, entweder, weil die Natur sich spiegelt oder weil das Wasser von Seerosen oder Wasserlinsen bedeckt ist.
Baum der Woche ist die Robinie.

Ich habe sie nicht gekannt und sehe sie jetzt überall auf unserem Weg.
Wir kommen nach Ray, sind beim Einfahren wie immer gespannt, wie es aussehen wird und dann oft ein bisschen enttäuscht. Wir trinken etwas und das Oranginaglas lässt Hannes an die vielen Frankreichferien mit seiner Familie und seinem Götti denken.


Es wird sehr heiss, beim Fahren geht es fast besser als beim Rasten, weil wir den Fahrtwind spüren. Trotzdem machen wir eine lange Siesta, trocknen unser Zelt und Hannes repariert den Pinolenker.

So cool, dass wir jetzt einen Kocher dabei haben. Sogar den Kaffee zum Dessert können wir selber machen.
In Gray sitzen wir lange am Wasser in einem schattigen Café mit Blick auf die schöne Brücke über die Saône.


Hier planen wir unsere Weiter- und Heimreise und entscheiden, heute noch 30 km bis Pontailler sur Sôane zu fahren. Es rollt sich gut in den Abend hinein. Wir passieren riesige Sonnenblumenfelder und noch grössere Sojafelder, wohl kaum für die Tofuproduktion.
Dann folgt der Weg wieder der Saône, die schon stattlich breit geworden ist.
Am Campingplatz angekommen, geniessen wir die Dusche unglaublich fest. Das Znacht im Restaurnt am Strand ist eher schwierig. Es gibt nur Fleischgerichte, inkl. Froschschenkel. Die einzige Vegivariante ist die Vegipizza und die hatte ich gestern schon als einzige Alternative. Also nichts mit Speisen wie Gott in Frankreich, dazu wären wir allerdings auch viel zu müde.
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