Pontailler-sur-Saône – Besançon, 98 km

Damit wir auf der Zugsheimfahrt einmal weniger umsteigen müssen, fahren wir heute mit dem Velo nach Besançon. Wir wissen, es werden viele Kilometer.
In der Nacht regnet es und auch am frühen Morgen, als wir packen, fallen Tropfen. Wir starten früh und der erste Halt ist eine Boulangerie zum Frühstücken.
Der Himmel wird heller und wir radeln das letzt mal der Saône entlang.

In Auxonne füllen wir unsere Essensvorräte auf. Wir finden zum Glück etwas Seltenes, ein Lebensmittelgeschäft mitten in den alten Gassen. Sonst gibt es vor allem grosse Foodketten ausserhalb der Städte. Mir macht es keinen Spass, zuerst an Staubsaugern und Gummibooten vorbei zu müssen, bis ich meine Tomaten kaufen kann.

Bei einem kurzen Stopp verabschieden wir uns von der Saône und biegen Richtung Dole ab.

Zum Glück entscheiden wir dann, auf der Autostrasse nach Dole zu fahren, statt auf dem Veloweg im Zickzack durch den Wald. So sparen wir einige Kilometer. Die Strasse ist nur leicht befahren und die Autos überholen uns sehr sorgsam.
Dole gefällt uns sehr gut. Bei einem Cappucino in den alten Gassen geniessen wir die Stimmung.

Von jetzt an folgen wir der Euroveloroute 6. Sie führt uns auch immer Gewässern entlang, am Anfang dem Rhein-Rhone-Kanal und später dem Doubs.

Die Fahrt ist abwechslungsreich, Dörfer, Ferienhäuser, Natur, neue und älters Industrie und natürlich immer wieder Schleusen.

Es ist wieder heiss und zwischendurch tröpfelt es. Allerdings nur so wenig, dass die Tropfen auf unserer heissen Haut im Fahrtwind sofort trocknen. Ein einziges Mal stellen wir uns bei einem Baum unter und können während dem Regenguss reichlich Brombeeren ernten.
Die Fahrt ist schön und sehr lang. Unsere Kräfte lassen nach und wir sind dankbar, als unser Ziel näher rückt. Von weitem sehen wir schon die gigantische Citadelle und ein Kanaltunnel führt uns unter dem Berg durch in die Stadt.
Im Hotel angekommen sind wir müde, glücklich, müde, stolz und müde.
Nachdem wir ausgiebig geduscht und uns erholt haben, machen wir uns zu Fuss ins Centrum auf. Die vielen schönen Stadthäuser aus dem zweifarbigen Sandstein und die Samstagabend Stimmung gefallen uns sehr.


Als Abschluss unserer Voie bleue Woche gehen wir indisch essen. Je mehr Gäste kommen, je mehr Tische werden auf die Strasse geräumt, sehr sympathisch.
Morgen früh wird uns der Zug nach Zürich bringen. Einmal mehr durften wir eine tolle Woche mit unserem Pino geniessen und spüren, dass dies unsere Lieblingsart Ferien ist. Es lohnt sich definitiv auch, für nur eine Woche loszufahren.