Kufstein – München, 107 km
Wir geniessen unser schönes Designzimmer sehr. Alles ist edel und schlicht zugleich. Schon vor dem Zmorge macht sich Hannes einen frisch gemahlenen Espresso.
Das Frühstück gibts es im Wiener Kaffeehaus, welches zum Hotel Platzhirsch gehört.

Wir dürfen von der Karte bestellen, worauf wir Lust haben. Dieses Zmorge ist so fein und stärkend, dass wir gut für die kommende Strecke gewappnet sind. Im Nu sind wir wieder am Inn und am Pedalen.

Ein kühler Herbstmorgen empfängt uns, doch schon bald ziehen wir die Jacken aus. Die Strecke führt fast schnurgerade dem Fluss entlang. Oft sind wir ganz nahe am Wasser, welches hier meist stark kanalisiert ist.

Wir kommen unglaublich schnell voran und wechseln ganz unbemerkt von Österreich nach Deutschland. Am Mittag sind wir schon 40 km gefahren und in Rosenheim. Wer erinnert sich an den Film «out of rosenheim»? Endlich wissen wir, woher die Frau stammt. Die Stadt sieht ein bischen aus wie alle deutschen Kleinstädte. Wir suchen die zwei wichtigsten Läden auf. Im Weltladen habe ich ein nettes Gespräch mit der Ladenleiterin und im Bioladen kaufen wir Proviant ein.
Wir verlassen hier den Inn und biegen Richtung München ab. Dem Wasser bleiben wir treu, führt doch der Weg ganz lange einem Flüssli entlang. Jetzt allerdings fahren wir flussaufwärts. Meine Poolposition auf dem Pino ist und bleibt top, ich kann so gut alles beobachten und Spannendem nachschauen. Was für ein Glücksmoment, als ich wieder einen Eisvogel erspähe.
Nachdem wir einen Hügel überwunden haben, machen wir Pause, auch wenn der Ort neben dem Reweparkplatz unromantischer nicht sein könnte.

Hier entscheiden wir, noch bis München weiterzufahren. Wir buchen ein Hotel und können so entspannt reisen. Es fährt sich anschliessend zügig durch Wälder und Felder und schneller als gedacht sind wir im Einzugsgebiet der Grossstadt.

Dank Velostreifen getrennt von der Autostrasse geht es auch hier gut voran. Im Zentrum selber navigiert Hannes uns einmal mehr sicher durch den Abendverkehr und wir landen sicher im Hotel deutsches Theater.

Das waren heute über 100 km. Wir sind glücklich und müde. Ramen essen gehen und den morgigen Tag planen schaffen wir noch gut.
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