Genf – Bassy 59.8 km
Diese Ferien fahren wir immer meerwärts, von Genf bis ans Mittelmeer. Was für ein tolles Ziel!
Wir starten früh am Morgen und fahren mit vielen Jackenschichten und Handschuhen zum Hauptbahnhof. Es ist kalt und fühlt sich nicht an wie Frühlingsferien. Aber, wir bleiben trocken! Der Zürcher HB ist heute Morgen eine spannende Mischung aus fitten MarathonläuferInnen und nicht mehr so fitten Jugendlichen, die aus dem Ausgang kommen.

Die knappen drei Stunden bis Genf vergehen wie im Fluge, nur CO2 sparender.
Die Fahrt durch Genf fühlt sich manchmal so gar nicht städtisch an.
Es ist so vertraut und schön, wieder zusammen Velo zu fahren und eine so lange Zeit vor sich zu haben.
Der erste Tag hat am meisten Steigungen. Manchmal sind wir recht gefordert und entschuldigen es damit, noch nicht so eingefahren zu sein. Überraschendem begegnen wir auch hier. Plötzlich stehen wir vor einer spannenden, graphitireichen Brücke.
Für ein Picknick ist es eindeutig noch zu kalt und so lunchen wir in einer Pizzeria, wo das ganze Dorf einkehrt. Hier steht sogar noch das Aromat auf dem Tisch….
Gestärkt geht die Fahrt im Sonnenschein weiter. Die Rhone, der wir die ganze Fahrt folgen, schlängelt sich durch recht hohe Berge. Da es keinen Uferweg gibt, müssen wir diese überwinden, unsere Beine sind gefordert.
Wilde Orchideen am Wegesrand lenken mich immer wieder ab und erleichtern mir so den Aufstieg.
Oben angekommen sehnen wir uns nach einem Nachmittags-Kaffee und mangels Alternativen landen wir im uncharmantesten Restaurant mit der unfreundlichsten Bedienung.
Die ganze Höhe, die wir uns erarbeitet haben, können wir jetzt wieder runter sausen lassen, eine gefühlte Ewigkeit!
Unser gebuchtes B&B liegt etwas abseits der Route und erfordert einen letzten Effort, eine letzte Steigung ist zu bewältigen.
Dann ist es wieder da, diese Glücksgefühl, das Ziel erreicht zu haben, gepaart mit grosser Müdigkeit und Hunger.
Überraschenderweise empfängt uns eine englische Lady.
Frisch geduscht relaxen wir in ihrem Wohnzimmer und beim feinen Znacht erzählt uns das ältere Paar eindrückliche Erlebnisse, die sie während einem Einsatz mit dem Spitalschiff in Afrika hatten.
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