Nappes – Loyettes, 80,7 km (relativ zum Wind gefühlte 100 km)
Weise teilen wir den Tag beim Zmorge in Abschnitte mit geheizten Pausemöglichkeiten ein. Mit diesem Wissen radeln wir gut gelaunt los. Gefühlt ist es ein bisschen weniger kalt wie gestern. Der Weg führt wie gewohnt durch viel Natur und immer wieder begegnen wir der Rhône.
In Morestel, einem kleinen mittelalterlichen Städtchen, fahren wir direkt mit dem Pino eine Sightseeing Runde und wärmen uns im Café Elles auf.
Vom Lokal aus ist es lustig zu beobachten, wie die Passanten vor dem parkierten Pino stehen bleiben und sich überlegen, wie das wohl funktioniert. Noch spannender ist das nur an den Bahnhöfen, wenn das Pino schon zusammengeschoben ist.
Das Wetter macht dem Monat April alle Ehre. Sonnenschein erfreut uns, Regentropfen lassen uns hoffen, es werde nicht schlimmer und Wind macht uns sehr zu schaffen. Gegen Mittag wird der Gegenwind recht stark und ich muss mich durchbeissen. Obwohl ich lieber Brot und Käse auf einem Sonnenbänkli gegessen hätte, bin ich froh, als wir im Restaurant l‘ Ecluse Mittagspause machen.
Am Nachmittag müssen wir uns zuerst noch einige Kilometer dem Gegenwind stellen, allerdings mit dem Wissen, dass wir dann die Richtung ändern und Rückenwind geniessen können. Auch die Landschaft ändert sich. Wir haben die bergige Region hinter uns, plötzlich ist alles flach, wir sehen in die Weite.
Ein Feld voll rotem Klee, das hinter einer Kurve auftauche, ist für mich wie ein optisches Geschenk, kann mich kaum satt sehen.
Lange verweilen wir auch bei einem Feld, wo hundert Schwalben in atemberaubender Geschwindigkeit tausend Mücken fangen. Ein unglaublich faszinierendes Schauspiel.
In Loyettes beziehen wir ein Hotel und geniessen im Zimmer an der Wärme und ohne Wind Brot und Käse zum Znacht.
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