Heute lassen wir das Velo in der Garage und erkunden Lyon zu Fuss. Es werden sehr sehr viele Schritte.
Unser erstes Ziel ist die Markthalle Paul Bocuse.Ein eindrücklicher Gourmettempel, alle Nahrungsmittel wunderschön präsentiert.Trotzdem nicht der Ort, wo ich einkaufen würde. Da gefallen mir die Strassenmärkte, mit ihrer lebendigen Stimmung viel besser.
Lyon war lange das Zentrum der Seidenspinnerei in Europa. In das auch steil am Hang liegende Quartier Croix-Rousse machen wir uns jetzt auf. Ein Quartier mit düsterer Vergangenheit, waren doch die Arbeiten unmenschlich streng und alle Veränderungsversuche wurden vom Militär blutig niedergeschlagen. Heute ist es ein spannender, alternativer Stadtteil, wo ich mich sofort wohl fühle. Immer wieder überraschen uns tolle Wandmalereien. Eine zeigt alle Persönlichkeiten aus Lyon, eine andere, die grösste in Europa, das Leben im Quartier.
Ganz speziell fanden wir auch die Traboules, noch nie vorher davon gehört. Es sind enge, überdachte Passagen und Treppen, zwischen den Strassenzügen. In ihnen konnten die Weber ihre wertvolle Fracht wettergeschützt transportieren.
Zum Glück liegt unser Hotel zentral und wir können uns etwas vom vielen Laufen und den Eindrücken erholen.
In Lyon fliesst die Saône in die Rhône. Im Zipfel der entstehenden Halbinsel gibt es ein relativ junges Quartier, das Confluence.
Wo früher Brach- und Industrieland war, steht heute modernste Architektur. Sie gefällt uns unglaublich gut und erinnert uns stark an Kopenhagen. Man möchte Wohnen, Einkaufen und Arbeiten, wie auch in anderen Städten, näher zusammenbringen. So baute man ein grosses, spezielles Einkaufszentrum.Man möchte im Sommer kühlere Temperaturen, so holte man Wasser und viel Grün zwischen die Häuser. Es hat uns enorm Spass gemacht, all das zu entdecken.