Valence – Orange, 133 km

Kaum sind wir losgefahren, stoppen wir schon wieder bei Brückenbögen, die in eine Openair Kunstgallerie verwandelt wurden. Beeindruckend, was alles gesprayt werden kann.

Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Pino zu sitzen und es fühlt sich gut an, schon bald einen Kaffee zu kochen und ein Pain au Chocolat zu geniessen.
Auch heute ist die Fahrt auf der Via Rhôna sehr abwechslungsreich. Neben viel Wald führt uns der Weg wieder durch viele Obstplantagen. Ich sehe zum ersten Mal Kiwi- und Feigenanbau in grossem Stil.Ja, hier beginnt der Süden. Die Flora verändert sich. Wir begegnen Olivenbäumen, Lavendelfeldern und riesigen Oleandern. Trotzdem gehört der blühende rote Mohn zu meinen Favoriten.
Gleich nochmals begegnet uns Freiluftkunst. Auf dem Kühlturm eines Atomkraftwerks prangt ein 150 Meter hohes Bild.
Wir haben den Fluss heute gefühlte hundert mal überquert. Am spannendsten war es auf einer metallenen Hängebrücke, die in die Überreste einer alten Brücke eingebaut wurde.
Aus Montélimar kommt der bekannte Nougat. Natürlich gehen wir degustieren und uns Museum und Produktion anschauen.
Aus Eiweiss, Honig, Zucker, Mandeln und Pistazien entsteht eine zuckersüsse Leckerei.
Mit so viel Süsse im Blut, treffen wir eine Entscheidung. Obwohl es schon fast 16h ist und wir bereits 80 km geradelt sind, wollen wir heute noch bis Orange kommen, damit wir morgen, falls es regnet, an einem spannenden Ort sind. Dazu müssen wir allerdings nochmals 50 km dranhängen. Wir stellen uns der Herausforderung und pedalen los. Es fährt sich zügig auf all den asphaltierten Wegen. Plötzlich werden wir jäh gestoppt, Wasser versperrt uns den Weg. Wie früher mit dem Landy, müssen wir furten. Und wenn man unsicher war, wie tief es ist, muss jemand zuerst zu Fuss durchwaten. Ergebnis: fast knietief. Hannes fährt.Ergebnis: tropfnasse Schuhe und bitzli nasse Velotaschen. Nächstes Mal organisieren wir das besser. Wir waren wohl zu sehr im Schuss.
Gegen Abend kommen wir in Orange, der Römerstadt, an und triumphieren vor dem Triumphbogen.Wir sind müde und glücklich, beziehen ein herziges Hotel und gehen ganz fein essen.