Arles – Mittelmeer, 66.3 km
In Arles könnten wir gut noch länger verweilen, es hat uns sehr gefallen. Aber es zieht uns ans Meer.
Zuerst gehen wir noch an den Samstagsmarkt, der 2 km lang ist und auf der gesperrten Hauptstrasse statt findet. Der Anfang ist fest in arabischer Hand.
Dann mischen sich Einheimische und Touristen. Auch ich kaufe unseren Proviant ein und weil ich zuhause eher wenige Schälchen habe, kann ich nicht ohne ein paar neue vom Markt gehen.
Auf dem Weg aus Arles heraus begegnet uns noch eine Van Gogh Bild Station.
Sehr schnell sind wir wieder in der Natur und Hannes Navi meldet, dass die nächste Abzweigung in 28 km kommt. Bis dahin geht es immer gerade aus. Es werden lange Kilometer. Nur ganz langsam verändert sich die Natur. Ginster, Mohn und Käslikraut werden weniger, Gräser dominieren. Je nach Blickwinkel ist das Fahren meditativ oder langweilig.
Plötzlich meine ich, viel Wasser zu sehen. Weit gefehlt, ich sehe ein Plastikmeer! Ich kann es nicht fassen, hier wachsen unter kilometer langem Plastik Melonen. Damit hätte ich nicht gerechnet, wenn ich eine Melone aus Frankreich kaufe.
Irgendwann sind auch die eintönigsten Kilometer gestrampelt und wir setzten mit einer Fähre über die Rhône. Das sympathische, Fussgänger, Velos und Pferde sind gratis.
Wir sind jetzt schon nahe am Meer, die ersten Salzberge sind sichtbar.
Heute wollen wir wirklich zelten und nachdem unser Zuhause steht,
schwingen wir uns ohne Gepäck aufs Pino und radeln noch 11 km an den Strand. Wie bestellt, fliegen die ersten Flamingos über uns und dann stecken wir die Füsse in den Sand und sehen die Wellen.
Glücklich haben wir unser Ziel erreicht, wir sind mit dem Velo ans Mittelmeer gefahren.
Comments by Moni