Salin de Giraud – Les Saintes Maries de la Mer, 35 km

Die Camargue! Im Reiseführer heisst es so poetisch, sie sei durchträngt von Wasser und Salz, trunken von Himmel und Wind.

Das erleben wir, als wir durch dieses magische Land fahren.
Gemächlich rollen wir durch ein Naturreservat. Wir fahren auf einem Deich, der vor über 100 Jahren gebaut wurde, um zu verhindern, dass während Stürmen Salzwasser eindringt und so Landwirtschaft verunmöglicht wird.
Es ist sehr eindrücklich, diese Weite zu sehen, diese Fläche zu erleben und immer wieder Flamingos zu sichten. Diese faszinierenden Vögel suchen im seichten Wasser fleissig nach Nahrung. Wenn sie auf ihren langen rosa Beinen durchs Wasser stacksen, bringt mich das zum Schmunzeln. Ganz toll sehen sie auch fliegend aus. Mit ihrem langen Hals, den langen Beinen und den Flügeln formen sie ein Kreuz und man sieht dann ihre pinken und schwarzen Federn besonders gut.
Fotographieren konnte Hannes sie leider nicht, weil sie uns nicht genug nahe waren.
Die lange Strecke über den Deich ist für Autos gesperrt und das macht die Fahrt viel gemütlicher.
Zum Zmittag schieben wir das Pino durch den Sand an einen Stand.Es ist sehr windig und wunderschön.
Plötzlich stehen Yeti und Vallerie, ein befreundetes Paar, vor uns. So eine Überraschung und Freude und so ein Zufall, dass sie uns entdeckt haben.
Wir rollen weiter bis nach Les Saintes-Maries-de-la Mer und sind schockiert: so viele Autos und so viele Touristen.Wir waren vor ca. 20 Jahren mit unseren Jungs hier und hatten ganz andere Erinnerungen. Wie immer machen wir das Beste daraus. Zuerst setzen wir uns in ein Café mitten im Trubel und studieren das Leben. Dann nehmen wir uns Ruhezeiten, zuerst an einem windgeschützen Ort am Meer, dann auf dem Kirchendach (siehe Titelbild) und in der Kirche.Diese hat eine kleine Krypta, die durch die vielen brennenden Kerzen ganz warm ist. Hier steht eine dunkle Madonna, die Schutzheilige der Roma und Sinti.Ich fühle mich sehr wohl in dieser alten Kirche.