Rottweil – Tübingen, 91 km

Nach einem reichhaltigen, stärkenden Frühstücksbuffet, ziehen wir alle uns zur Verfügung stehenden Kleider und die Handschuhe an und fahren los. Es ist herbstlich kalt und trüb, unsere Stimmung aber heiter. Unser Flussbegleiter wächst zusehens, das Tal wird breiter. Als es Zeit wird für eine erste Pause, haben wir noch die Energie für ein Café und einen Brunnen extra den Berg hochzustrampeln. Oben angekommen bestaunen wir den Narrenbrunnen und geniessen einen Znüni im Krönchen.

Der weitere Weg führt durch viel Natur und immer wieder gilt es, kleine Steigungen zu meistern. Am Mittag sind wir in Horb am Neckar, schon recht müde und dankbar, dass wir auf Anhieb ein köstliches syrisches Restaurant finden.

Am Nachmittag wird es anstrengend. Wäre «noch nicht so eingefahren sein» eine gute Ausrede? Einen Moment lang muss ich mich sogar fragen, warum ich das machen will.
Und schon erscheint am Wegesrand ein Container voller Mostäpfel und nimmt mir die Grübelei ab.

Und als ich wirklich nicht mehr mag, taucht total unerwartet eine Oase, das Mühlencafé, auf. Hier gönnen wir uns ein Stück Kuchen, das uns Motivation und Energiedepot ist.

Die letzten Kilometer fahren sich locker, weil auch alles flach ist. In Tübingen checken wir im Hotel Ibis ein und fallen nach dem Duschen todmüde ins Bett. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, jetzt noch durch die Stadt zu laufen oder den Blog zu schreiben. Zum Glück raffen wir uns doch noch auf, den Tübingen ist sehr schön.