Lübeck – Malmö, 28 km

Am Biofrühstücksbuffet sind wir um sechs Uhr morgens die Ersten. Nur eine handvoll Geschäftsleute teilt es mit uns. Lange können wir nicht bleiben, unsere Fähre ruft. Die 19 Kilometer nach Travemünde fahren wir durch viel Industrie und treffen mehr als rechtszeitig im Fährhafen ein. Wir müssen eine ganze Weile warten und kommen mit einem jungen Veloreisenden ins Gespräch.

Mit gelben Leuchtwesten ausgestattet rollen wir ins grosse Schiff und verlassen Deutschland in Richtung Schweden.
Unsere Geduld und unser Sitzleder wird auf die Probe gestellt. Es gilt jetzt 9 Stunden hier zu verbringen. Viel Zeit zu haben kann auch ganz anstrengend sein.

Einmal aber werden wir ganz aufgeregt. Wir merken, dass die Fähre nahe an den Kreidefelsen von Møn vorbeifährt und das auf den Tag genau zwei Jahre später als wir mit Anita hier waren. Siehe: https://schneeblog.ch/2023/05/27/erkaempft/

Und noch ein Highlight wartet.

Kurz vor Malmö fahren wir unter der Öresundbrücke durch. Wir sehen gut nach Kopenhagen, an das wir so viele tolle Erinnerungen haben, hinüber.
Auch die längste Schiffsfahrt endet einmal und nach einer langen Fahrt durch Fähr- und Hafengelende sind wir in Malmö im Velohotel «oh boy» angekommen. Ein cooles zweistöckiges Minihaus ist unser Daheim.


Wir sind begeistert und machen uns trotzdem sofort auf für einen Abendspaziergang im Quartier. Am auffälligsten, und auch von der Fähre aus von weitem sichtbar, ist der Turning Torso, ein spektakuläres Hochhaus von Calatrava.
Es erhebt sich 190m über die Uferskyline des Westhafens und ist umgeben von toller moderner Architektur.

Beim Schlendern entdecken wir viele hübsche Ecken und wie in Kopenhagen trägt das Wasser, welches in verschiedenen Formen durchs Quartier fliesst, viel zur Stimmung bei.