Malmö – Smygehamn, 72 km

Wir freuen uns beide sehr, dass es heute wieder aufs Velo geht. Es ist ein ruhiger Auffahrtsmorgen, an der Strandpromenade wird schon fleissig gejoggt und sauniert. Wir sehen noch einmal die Wunderbrücke, doch je näher wir ihr kommen, desto lauter hören wir den Verkehr über sie brausen und das nimmt ihr viel Romantik.

Die Sonne scheint und der Wind bläst stark vom Meer her, also seitlich zu uns und so kommt bei mir kein wirkliches Wohlgefühl auf.
Den ganzen Morgen fahren wir mehr oder weniger durch schwedische Wohngegenden, wir sehen das Meer nicht mehr. Es fühlt sich ein bisschen langweilig und seelenlos an. In Malmö waren die Häuser so abwechslungsreich, bei drei zusammen gebauten Blöcken hatte jeder eine andere abwechslungsreiche Architektur. Das ist hier oft ganz anders. Hoffentlich ist das nicht die Umgebung, die wir die nächsten Wochen sehen werden.

Wir finden einen sehr bequemen Mittagsrastplatz und danach geniessen wir wieder oft die Sicht aufs Meer oder herzigere Häuser.

Am südlichsten Punkt von Schweden machen wir trotz Tourirummel halt.



Mir gefällt vor allem die Statue mit dem Namen «Umarmung».

Heute wollen wir das erste Mal in einem Shelter übernachten. In einem Privathaus fragen wir nach Trinkwasser und die nette Dame weiss gar nicht, welches Kleinod sich in ihrer Nähe befindet. Es liegt auf einem Hügeli im Wald, unser Ziel.

Ich habe mir im Vorraus Gedanken gemacht, ob der Cocon auch frei sein wird und freue mich riesig, als wir ihn beziehen können.

Da sitzen wir zwei alten Pfadis jetzt happy am Boden vor unserem Hüttli, schauen in die Weite bis ans Meer hinunter, kochen Kaffee und freuen uns schon auf dir Pasta zum Znacht und das Schlafen in dieser tollen Unterkunft.