Karlshamn – Karlskrona, 83 km

Der Morgen ist ein Traum. Wir fahren durch eine Gegend, die alle Schwedenklischees bedient. Herzige Holzhäuser in vielen Farben, schmucke Gärten davor und ab und zu sehen wir das Meer.

Immer wieder führt unser Weg an Pferdekoppeln vorbei. Jetzt weiss ich auch, warum Pippi Langstrumpf ein Pferd hatte, es scheint in Schweden einfach dazuzugehören.
Die Landschaft wird hügeliger, was wir natürlich sehr spüren, die ersten Schären tauchen auf und auch auf dem Land hat es jetzt viele grosse Steine.
Zmittag lunchen wir in einem kleinen Hafen und teilen unser Brot.


Und dann wird der Tag richtig anstrengend. Bis jetzt waren wir mit schönen Velowegen verwöhnt worden. Heute Nachmittag fahren wir nur neben Schnellstrassen und es geht immer noch viel hinauf und hinunter.

Als dann auch noch dunkle Wolken aufziehen, können wir die Motivation nur schwer aufrecht erhalten. Wir bleiben zwar relativ lange verschont, müssen die Regenkluft dann aber doch noch montieren, zum Glück nicht für lange.

Weil wir für Hannes neue Velokleidung kaufen wollen, steuern wir einen Intersport an. Leider liegt er mitten in einem riesigen Einkaufszentrum mit hunderten von Parklätzen darum herum. An so einem Ort war ich schon lage nicht mehr. Hannes hat keinen Erfolg, ich kaufe uns noch ein Fläschchen Rotwein, das gibt es in Schweden nur in speziellen Läden und so einen gibt es hier, das Volk langt kräftig zu.
Bin ich froh, als wir wieder abfahren. Gute Velowege führen uns nach Karlskrona, das hügeli Terrain bleibt uns erhalten.
Karlskrona ist die einzige Barockstadt Schwedens und Marinestützpunkt. Eigentlich wollten wir hier zelten, aber auf feuchter Wiese macht das nicht so Spass, so checken wir in einem einfachen Hotel ein. Nach diesem anstrengenden Tag geniessen wir die Abendsonne auf dem riesigen Platz zwischen den Prunkbauten.