Karlskrona – Ekenäa, 82 km

Was für ein Traumtag! Die Sonne scheint schon seit morgens um fünf Uhr auf unser Bett und scheint zu fragen, warum wir immer noch hier liegen.
So sind wir schon bald auf dem Velo und nach einigen Ausrutschern hält sich heute auch der Wind in Grenzen.
Bevor wir die Stadt verlassen, besucht Hannes noch ein Velogeschäft. Bis dieses öffnet, vergeht noch eine Stunde. So sitzen wir auf einem Sonnenbänkli mitten in einem Wohnquartier und lassen das Leben an uns vorbei ziehen.
Ganz herzig finden wir, dass die Kita die Kinder zuhause abholt. Auch Kommissar Wallander verkürzt uns die Wartezeit. Mit ihm reisen wir vorwärts nach Stockholm und zurück nach Ystad und Malmö.
Leider hat das Velogeschäft nicht das Gewünschte und wir verlassen die Stadt endgültig. Schon bald sind wir auf dem Land, wir machen lustige Bekanntschaften, es fährt sich fast gratis und ist sehr abwechslungsreich.

Wir kurven durch ein Bilderbuchschweden, manchmal fast zu kitschig um wahr zu sein.

Zmittag gibt es wieder in einem Hafen, heute in Kristianopel.

Ein kleines Touristenmagnet, deshalb geniessen wir nach unserem Lunch noch Kaffee und Kuchen. Dieser stärkt uns so unglaublich, dass wir am Nachmittag ohne grössere Pause und Snacks durch fahren. Weiter geht es auf einem Weg, der wunderbar nahe am Meer vorbei führt und auch oft durch schöne Wälder.

Meer und Wald, was für eine Traumkombination. Er ist für Wandersleute und Velofahrende ausgeschrieben. Für Letztere wird es manchmal ganz schön eng, aber jeder Meter und die Mühe lohnen sich.

Weil wir wild übernachten, müssen wir noch unseren Wasserkanister füllen. Das mache ich am liebsten, indem ich bei Leuten, die ich im Garten sehe, anfrage. Aber es sind trotz Sonne nicht viele Menschen draussen und nur wenige Häuser und Höfe in der Gegend. An den Briefkästen am Wegesrand erkennt man sie.

In diesem eleganten Haus habe ich Erfolg. Einen kleinen Moment in einer ganz anderen Welt sein.

Gegen Abend sind wir am Ziel, einem Shelter, das sind windgeschützte Schlafstellen in der Natur. Es verschlägt uns fast die Sprache, so schön ist dieser hier gelegen, direkt am Meer, mit kleinem Badestrand. Zudem hat es alles, was man braucht, sogar ein WC.


Es kommt noch ein holländischer Töffreisende, es hat Platz für alle. An diesem magischen Ort geniessen wir den Abend mit einem Lagerfeuer.