Ekenäs – Timmernabben, 84 km

Der letzte Blick am Abend und der erste Blick am Morgen geht aus dem Schlafsack direkt ans Meer, das nur wenige Meter entfernt liegt. Das war eine tolle Unterkunft.

Mit Glück im Herzen und Neugier auf den Tag, treten wir in die Pedale. Kunst am Wegesrand begegnet uns immer wieder, heute sogar schon nach wenigen Metern.

Unser Weg führt uns zwischen Kartoffel- und Getreidefeldern und zwischen Hühner- und Schweinefabriken durch. So lange ich mir nicht vorstelle, was hinter diesen Mauern los ist, alles sehr friedlich.

Es gibt neben den bunten Schwedenhäuschen immer wieder auch schwarze. Die gefallen uns beiden gar nicht. Hannes hätte ein gelbes Haus, ich ein rotes. Trotzdem wird eines fotographiert.

Als wir wieder anfahren wollen, misslingt das gründlich und wir kippen samt dem schweren Pino um. Schon wollen beide gehässig dem Anderen die Schuld geben, da merkt Hannes, dass wir beim Vorderrad einen Platten haben und es deshalb nicht geklappt hat.
Kompetent und geschickt hat er das Problem, dessen Ursache eine dicke Dorne war, in kurzer Zeit behoben.

Heute sitzen uns nicht schwarze Wolken, sondern der Wetterbericht für die kommenden Tage im Nacken. Nach dem Didaktikmotto «Mut zur Lücke», beschliessen wir, in Kalmar nur einzukaufen. Das tun wir sehr erfolgreicht, Hannes hat neue Velokleider und das Pino einen Ersatzschlauch.

Nach einem Blick auf das Schloss und einem feinen Zmittag, nehmen wir es mit weiteren Kilometern auf.

Obwohl sich das Gesehene oft ähnelt, geniessen wir es. Heute faszinieren uns vor allem die unzähligen dicken Natursteinmauern.

Wir fahren in einen wunderschönen Abend mit wenig Wind und wärmender Sonne zu unserem B&B, das heute nur ein B ist.
Am Hafen entdecken wir nochmals ein Kunstwerk, das es mir sehr angetan hat.

Dann sitzen wir müde und zufrieden im Garten der Villa Löfström, tönt für mich wie lovestrom, und sind happy mit unserer Leistung. Da gönnen wir uns doch noch eine Zimtschnecke zum Dessert.