Västervik – Valdemarsvik, 71 km

Wir schätzen den feinen Zmorgen im gemütlichen Hotel sehr und die vielen bunten Tapeten inspirieren mich.

Kaum sitzen wir auf dem Velo, blässt uns ein hässiger Wind entgegen und das Meer ist unruhig und voller Schaumkronen, aber alles mit viel Sonne.

Unser Weg ist leider wie gestern, wir fahren durch schönen Wald und es geht ständig hoch und runter. Die Steigungen sind sehr anstrengend, ab und zu kommen wir an unsere physischen und psychischen Grenzen und hätte uns jemand in einer Steigung gefragt, was wir hier eigentlich machen, wir hätten keine Antwort gewusst. Natürlich geht es naturgegeben auch viel hinunter, doch ich kann vor Respekt vor der nächsten Steigung das Runtersausen manchmal gar nicht geniessen.

Da sammelt sich schon etwas Frust an und um so grösser ist die Lust, als völlig unerwartet eine Oase auftaucht; eine Schweizerin führt ein sympathisches Café. So geniessen wir an der Sonne doppelt und dreifach Kuchen und Cappucchino.

Auch hier ist es gegensätzlich, dreht der Wind auf, wird es kalt, stoppt er und wir spüren die Sonne, wird es sehr schnell sehr warm.
An diesem schönen Ort füllen wir die Batterien für Körper und Seele wieder auf.
Auf dem weiteren Weg brauchen wir zum Glück nicht mehr so viel Energie, denn Steigungen und Wind haben nachgelassen. Ab und zu taucht ein Meeresarm auf, mehrheitlich fahren wir durch Wälder. Umso erstaunter bin ich, als bei einem einsamen Haus ein richtig herziger Laden auftaucht.

So liebevoll wird hier Altes und Neues zum Kauf angeboten. Da meine Velotaschen gut gefüllt sind, komme ich nicht in Versuchung.

Am Abend zelten und kochen wir gemütlich an der Sonne.

Lustigerweise treffen wir einen Veloreisenden, den wir vor einigen Tagen im Hotel in Karlshamn kennenlernten wieder. Da ist es immer spannend, sich auszutauschen.