Norrkrog – Nyköpping, 65 km

Früh am Morgen sitzen bei Sonnenschein und wenig Wind zwei glückliche Reisende auf dem Velo. Wir sind definitiv im Langzeitreisen angekommen, die Handgriffe sitzen, Höhen und Tiefen meistern wir gemeinsam, unterstützen einander und haben es fidel.
Es geht heute morgen gut vorwärts, die Landschaft weitet sich, am Arbeiten sind erst die Rasenmähroboter.
Wieder endet die Strasse und es geht per Fähre weiter.

Die nächste Pause geniesse ich sehr, direkt am Meer, tolle Sicht auf hübsche Inseln und viel wärmende Sonnenstrahlen.


Dann taucht in einem eher zerfallenen Weiler die Kaffeerösterei auf, von der wir schon gehört haben. Es duftet herrlich, Kaffee gibts aber keinen, heute geschlossen.

Die schönen Wälder gehen über in traurige Holzplantagen. Lässt da Ikea grüssen? Der Weg wird schotterig und anstrengend zu fahren, am Himmel hängen alle dunklen Möglichkeiten der Wetterprognose. Und passend zum tristen Szenario, beginnt es zu tröpfeln. Schnell finden wir eine leere Garage und müssen nur kurz warten, bis die Sonne wieder scheint.

Aber die Freude währt nicht lange, schon wieder sind wir am Unterstehen vor einem heruntergekommenen Motel, die Szene wirkt absurd. Weil wir hungrig sind, kaufen wir an einem Stand Pommes. Was für ein Kindertraum, es gibt Pommes Frites und Schoggi zum Zmittag!

Dann wagen wir die Weiterfahrt, sehen, wie es hinter und neben uns regnet.

Als wir im Hotel in Nyköping vorfahren, beginnt es auch über uns stark zu regnen.
Wir haben uns für ein edles Hotel entschieden, wir feiern morgen 1000km. Es liegt in der Industrie und war früher eine Seifenfabrik.

Vom Bett aus können wir dem Regen entspannt zuschauen und machen uns danach zu Fuss in die Stadt auf. Der Reiseführer empfiehlt einen Spaziergang dem Fluss entlang bis zum Hafen, eigentlich hatten wir heute schon sehr viel Natur…..

Es ist trotzdem ein schöner Lauf, der uns auch an der Burg Nyköpinghus vorbeiführt.

Noch einmal stehen wir vom Regen unter, in einer altmodischen Conditorei tut sich das wunderbar.
Leider ist es kalt und unfreundlich, ich sehe aber das bunte Leben, wenn es in der Stadt wärmer ist.
Da das Pino einen neuen Vorderpneu braucht, steuert Hannes auch immer die Velogeschäfte an, was zu netten Begegnungen führt.