Trosa – Stockholm, 78 km

Zuhause haben wir so heldenhaft zueinander gesagt, wenn es dann regnet, müssen wir halt einmal einen Tag in Regenkleidern fahren. Heute sieht es jetzt sehr danach aus. Aber zuerst serviert uns unsere «Landlady» noch einen feinen, sehr liebevoll zubereiteten Zmorgen. Weil unser Hüttli so klein und es draussen zu kalt ist, dürfen wir in ihr Haus kommen.
Gestärkt gehts los, zuerst im Nieselregen. Ich hätte die Wetterprognose von Zürich besser nicht angeschaut – Neid!

Am Anfang sind wir guter Stimmung und tauschen aus, wann wir auf den letzten Velotouren in Regenmontour gefahren sind und wie toll es danach manchmal wurde. (https://schneeblog.ch/2023/05/10/unerwartet-2/)
Doch erbarmungslos nimmt der Regen zu, die zweite Stunde fahren wir gefühlt unter der Dusche. Endlich taucht ein Café auf. Hier bleiben wir, bis das Wetter besser wird, ca 1,5 Stunden.


Der Wirt erzählt, dass die ganze grosse Insel, auf der wir sind, jemandem der königlichen Familie gehört und die Wälder voll sind mit vermieteten Hütten und die Leute sich bei gutem Wetter bei ihm treffen. Von der Strasse aus sehen wir zwar wenige Häuser, ich kann mir das aber gut vorstellen, das Restaurant ist gross, hat noch einen Flomi und eine Galerie im ersten Stock, alles schon recht abgenutzt.
Im Trockenen fahren wir weiter, treffen einen Radfahrer aus Tschechien, nehmen wieder mal eine Fähre, essen Zmittag und werden dann ein zweites Mal so richtig verschifft.

Da wir heute Abend in Stockholm gebucht haben, gibt es nur eine Antwort, weiterfahren. Auch dieser Regen hört irgendwann auf und wir kommen der Hauptstadt immer näher. Es folgen die kilometerlangen Einfahrten entlang von Shoppingcentern, Autohändlern und Fastfoodketten.
Weiter gehts durch Grünanlagen und Wohnquartiere. Es ist abentliche Rushour, der Verkehr nimmt merklich zu. Zum Glück fahren wir immer auf Velowegen und auch da gibts viel Verkehr. Auf dem eigenen Velo wäre ich total überfordert vom Tempo, zum Glück darf ich Pino fahren mit dem besten Chauffeur und Navigator!
Und dann sind wir Downtown, wo unser Hostel an bester Lage am Rande von Gamla Stan liegt.
Wir sind stolz, glücklich und dankbar, dass wir unser erstes Ziel mit dem Velo erreicht haben.