Norrköping – Bråttom, 22 km

Heute beginnt der zweite Teil unserer Reise, einerseits zeitlich, aber auch streckenmässig und wer weiss, vielleicht sogar vom Wetter her. Es ist warm und windstill wie noch nie. Wir starten mit einer Zugsfahrt von Stockholm nach Norrköping, damit wir nicht eine mässig tolle Strecke mit dem Velo doppel fahren müssen. Auf dem Weg zum Bahnhof machen wir noch eine Extraschlaufe und das bekannte Tourifoto.

In Norrköping erwartet uns viel Industriecharme. Vor hundert Jahren lief hier die Textilindustrie auf Hochtouren, heute sind alle Gebäude umgenutzt noch da und wir flanieren ihnen fasziniert entlang.
Das Museum der Arbeit enttäuscht uns eher, die Umgebung ist aber einen längeren Halt wert.


Beim nächsten Halt am Rande der Stadt reisen wir noch viel mehr in die Vergangenheit. Die Felszeichnungen auf den typischen flachen grossen Steinen stammen aus der Bronzezeit. Unvorstellbar!

Es ist jetzt das erste Mal richtig heiss und sogar ein bisschen des unbeliebten Windes wünschen wir uns zurück.

Wir müssen heute nicht weit fahren, um ans Ziel, den Götakanal, zu gelangen. Diesem werden wir die nächsten Tage folgen. An einer malrischen Schleuse hat eine sympathische Frau ein Paradies geschaffen und teilt es mit Zelten und Wohnmobilen.
Von gackernden Hühnern, Blumen und dem Rauschen des Schleusenwassers umgeben, geniessen wir einen sonnigen Abend. Und als grosse Attraktion passiert noch ein altes Flusskreuzfahrtsschiff die Schleuse.