Motala – Askersund, 62 km
Ferien sollen eine möglichst sorgenfreie Zeit sein. Gestern Abend, in der Nacht und am Morgen sorge ich mich aber. Die Frage ist, wie kommen wir auf die andere Seite des Vätternsees?
Der Veloweg dem Kanal entlang wird als Highlight 2025 beworben. Das würde ich nicht so unterschreiben, denn auf die Vättern-Seenfrage gibt es nur mässig gute Antworten. Ab Juli gibt es ein Boot, das eine Woche voraus gebucht werden muss. Erstens ist jetzt noch Juni und zweitens könnten wir nicht so weit voraus planen. Wir überlegen, ob es private Boote gibt, die uns mitnehmen könnten. Das erweist sich allerdings als unmöglich. Hannes berechnet den Umweg um die Nordspitze des Sees. Hügeliges Gelände, vermutlich nicht so attraktiv, Zeit ca 2 Tage, grosse Strassen. Und da soll ich mich nicht sorgen?
Während ich noch schlafe findet Hannes eine Route mit kleineren Strassen für uns. Mässig motiviert pedalen wir los mit der Stimmung, da müssen wir jetzt durch. Und wir sind positiv überrascht, wie schön die Fahrt wird. Manchmal fühlen wir uns vom Strassenrand aus beobachtet….


Cafés soll es auf der Strecke laut Google keine geben. Als wir über eine erste Pause nachdenken, sehen wir viele grosse Gewächshäuser, die sich als Gartencenter mit süsser Einkehrmöglichkeit entpuppen.


Wir sind happy über diese unerwartet Möglichkejt. In Schweden bezahlt man immer einmal für den Kaffee und darf sich dann so oft nachschenken, wie man will. Kuchen oder Zimtschnecken gehören für uns dazu, wir brauchen die Energie. Es ist herrlich, einfach zu essen, worauf man Lust hat, das geht nur auf Velotour.
Ausgeruht und mit Kuchen im Blut bewältigen wir die kommenden Steigungen gut, haben das erste Mal das Gefühl, einen Trainingseffekt zu spüren.

Am Nachmittag sind wir positiv überrascht, wie hübsch unser Zielstädtli oben am Seezipfel ist.

Der Campingplatz ist zwar voller «Weissware», wir bekommen einen ruhigen Platz direkt vor dem Schilf am See und der Wind föhnt unsere gewaschene Wäsche in no time trocken.

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