Askersund – Vassbacken, 62 km

Windstill und sonnig ist unser Frühstücksplatz am kleinen Sandstrand.

Wer war schon hier?

Wildgänse sieht man in Schweden an allen Gewässern in grosser Zahl und danach muss man ihren Hinterlassenschafften ausweichen.
Täglich staunen wir, wie unser ganzes Material wieder ruckzuck in den sechs Velotaschen verstaut ist.


Hannes hat für heute eine Abkürzungsfahrt vorgeschlagen, am Abend werden wir wieder am Kanal sein und nicht auf den Seenumfahrungen, top ausgedacht!
Am Anfang kommen wir nur stockend voran, immer wieder müssen wir anhalten, um Erdbeeren zu pflücken und zu essen.

Dummerweise stellt dann jemand den Wind an und findet bis in die Nacht den Abstell- oder Reduktionsknopf nicht mehr. Wir sind sehr gefordert, kommt doch der Wind selten aus der von uns gewünschten Richtung.
Das Queren von Schweden findet heute oft im Wald statt und immer nach dem Motto hoch und runter. Insgesamt fahren wir 500 Meter hoch. Zusammen mit dem starken Wind sehr anstrengend und erschöpfend. Eine kulinarische Überraschung lässt aber auch heute nicht lange auf sich warten. Ich bin recht sprachlos, als bei einer Häuseransammlung ein Delikatessladen auftaucht. Keine Ahnung, wer sich hier Schinken und Käse frisch abschneiden lässt. Hauptsache, es gibt auch feinen Kaffee, unsere Engietankstelle.

Wir fahren an einigen Seen entlang, erspähen das Wasser leider nur selten.

Wie froh sind wir, als wir den Kanal wieder haben, gerade Wege und unser Ziel, einen Campingplatz an der Schleuse, nahe.

Der Wind hat nicht nachgelassen und wir dürfen unser Zelt zwischen zwei Hütli stellen, haben es gemütlich im Windschatten, während sich um uns herum Bäume und Fahnenstangen biegen.