Lidköping – Trollhättan, 86 km
Heute ist Midsommer in Schweden, der längste Tag wird gefeiert. Wir haben eine lange Tour vor und wissen, dass uns keine Cafés und Restaurants begegnen werden. Also kaufe ich für alle Eventualitäten und Schwächeanfälle ein.
Schon bei unserer erste Pause, die wir gerne in Fiedhöfen machen, weil es dort Wasser und Bänkli gibt, begegnen wir Leuten, die Blumen pflücken. Einen ganzen Eimer Margariten nimmt sich die junge Frau aus den ungemähten Wiesen. Später sehen wir Mutter und Tochter grasen und ein älterer Mann pflückt Kornblumen, heute brauche er Blumen auf seinem Tisch, erzählt er uns. Da muss ich auch grad ein Sträuslein für unser Velo machen.

Unsere Fahrt geht gefühlt durch die Kornkammer Schwedens, fast immer sind wir zwischen Getreidefeldern, natürlich gespickt mit roten Schwedenhüsli.

Heute ist einfach nur Fahren angesagt und wir geniessen es, die Bedingungen sind optimal. Es freut uns, dass sich die modernen Windräder nur ganz langsam drehen.
Nach dem Mittag überkommt mich eine riesige Müdigkeit. Nach einigem Suchen finden wir ein Bänkli, auf dem ich sofort einschlafe und sogar träume. Danach gehts gestärkt weiter. Vereinzelt fahren wir an Familienessen vorbei und ich habe das Gefühl, heute mehr Leute zu sehen als sonst, wo die vielen Sitzplätze oft verwaist daliegen.
Müde kommen wir in Trollhättan auf dem Camping an. Geduscht raffen wir uns auf und fahren noch die kurze Strecke in die Stadt. Am Kanal gibts ein feines Znacht.

Einige Frauen tragen Blumenkränze um den Kopf, was mir sehr gefällt.

Mehr haben wir vom schwedischen Fest leider nicht mitbekommen.
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