Trollhättan – Uddevalla, 54 km
Eigentlich wollten wir zwei Nächte in Trollhättan bleiben. Beim Frühstück merken wir, dass das Saabmuseum geschlossen hat. Nach dem Feiertag wird nicht gearbeitet, schlecht für die Touristen, gut für die Angestellten.
So planen wir spontan um. Immer wieder von neuem sind wir happy, wie gut und unkompliziert wir das miteinander können.

Den ganzen Morgen verbringen wir in der faszinierenden Welt der Brücken, Schleusen, Kraftwerke und ehemaligen Wasserfälle.
Drei Generationen von Schleusen können wir besichtigen. Ganz früher war das Überwinden der Terrainunterschiede eine ganz harte Arbeit, der Schleusenwart hatte einen sehr strengen Job.

Heute gibt es viel weniger Schleusenschritte und diese sind massiv hoch. Noch nie habe ich auf so hohe Schleusenwände geschaut.

Im Slussencafé essen wir ein Crevettensandwich und radeln dann weiter.

Beim Saabmuseum können wir leider nur die Nase an der geschlossenen Scheibe plattdrücken. Kurz hingehen wollten wir trotzdem, denn Hannes hat als ganz kleiner Bub, der noch nicht viel sprechen konnte, schon auf ein Auto gezeigt und gesagt: «das Saab».


Tapfer fahren wir weiter gen Westen. Mit Uddevalla erreichen wir die Nordsee, zwar noch tief in einem Fjord, aber wir können jetzt sagen, Schweden von der Ostsee zur Nordsee durchquert zu haben. Da sind wir schon bitzli stolz!
Udevalla hat für uns nur eine Attraktion, aber diese ist sehenswert. Es gibt einen ca 1 km langen Holzsteg, der aussen an die Felsen, knapp über das Meereswasser gebaut wurde. Es fühlt sich toll an, darüber zu fahren und zu spazieren.

Eine kurze Fahrt später sind wir auf dem Campingplatz. Wir finden ihn sehr speziell. Es hat unglaublich viele Camper, die recht eng stehen und eine riesige Zeltwiese, auf der wir lange ganz alleine stehen.

Das einfache Reisen scheint nicht so im Trend. Wir finden es super, niemand steht uns vor der wärmenden Abendsonne, die wir blogend und lesend bei Kaffee und Tee geniessen.
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