Es regnet. So beginnt der dritte Teil unserer Ferien, aber wir haben ja vorgesorgt und wohnen im nostalgisch schönen Vanderheim. Nach dem Frühstück auf Omas Sofa, verplämpern wir den Morgen und warten auf besseres Wetter.
Weil es auf den Nachmittag angesagt ist, fahren wir mit dem Pino die paar Kilometer bis zum Fährhafen und setzen dann über auf die Insel Gullholmen im Schärengarten. Es ist noch trüb, regnerisch und kühl, als wir ankommen. Das Spezielle an dieser Insel ist, dass sie autofrei ist. Wir erleben wie friedlich und gefahrlos ein solches Leben ist. Für die Bewohnenden sicher mit Aufwand verbunden. Wir sehen sie mit Gepäckwägeli und Rucksäcken und auch der Arzt kommt per Boot.

Auf der kleinen Insel stehen die Häuser und die rotes Bootshäuschen ganz ganz eng zusammen und sind alle so liebevoll mit bunten Blumen dekoriert.

Auf der Hauptinsel ist alles grösser und am grössten ist der felsige Teil der Insel. Wir spazieren durch die engen Strassen und kraxeln über die vielen riesigen Steine. Die Stimmung und die Aussicht sind toll.

Das Wetter wird immer besser und gleichzeitig nimmt der Wind massiv zu. Er fegt erbarmungslos über die Felsen und nur wenige Pflanzen halten ihm Stand.
Hannes macht alleine noch eine Runde.

Mir setzt der Wind wirklich zu, ich mag ihn so gar nicht, könnte mir nicht vorstellen, in Schweden zu leben und ihm so oft ausgesetzt zu sein. Ich sitze eine halbe Stunde in einer Bucht und beobachte, wie das zunehmende Licht alles langsam verändert und zum Strahlen bringt.


In einem Restaurant am Quai essen wir feinen Fisch und erfahren, dass er nicht vor der Haustüre, sondern im Nordatlantik gefangen wurde.