Vennerbergs – Rosendal, 51 km

Die Wetterprognose hat genau gestimmt. Nachts beginnt es zu regnen und hört Mitte Vormittag wieder auf. Deshalb sind wir auch nicht im Zelt. Wir schlafen so lange wie noch nie, geniessen noch die schöne Unterkunft und schwingen uns erst gegen Mittag aufs Velo. Es fällt richtig schwer, von einem so zauberhaften Garten weg zu fahren.

Die Windprognose sagt eine «gently breeze from the south» voraus. Was «gently» ist, darüber liesse sich jetzt auch wieder streiten. Wir lassen das lieber und pedalen unserem ersten Ziel, Varberg, entgegen. Unerwartet taucht ein moderner Aussichtsturm auf, von oben sehen wir die Küste und wie die Graslandschaft ans Meer kommt.

Am Hafen ist viel los, da essen wir Zmittag. Auch hier gibt es ein Kaltbadehus, das um 1900 erbaut wurde. Zu dieser Zeit hat man sich gerne stilistische Inspiration aus dem Osten geholt. Uns fällt sofort Marokko ein, wenn wir es anschauen und das machen wir lang und gern.

Danach cruisen wir über die 4km lange Standpromenade, fast immer direkt am Meer.

Jetzt beginnt das touristische Beachlife, Wetter bedingt noch recht zurückhaltend. Aber es baden doch erstaunlich viele Leute im Meer oder besser gesagt, tauchen kurz ein.
Wir machen etwas abseits Pause.

Auf den letzten Tageskilometern treffen wir noch auf einen speziell hübschen Infopunkt.

Dann steuern wir einen Camping an und glauben das zweite Mal in Marokko zu sein. Die Rezeption scheint nicht mehr brauchbar, unendlich viel Papierkram ist auf der Strasse zu erledigen und Kartenzahlung ist nicht möglich. Die Menschen sind aber sehr freundlich und hilfsbereit.