Rosendal – Halmstad, 84 km
Die «gently breeze» von gestern entwickelt sich über Nacht zu einer «stronge breeze» und lässt uns nur wenig schlafen, weil das Laub in den vielen Bäumen auf dem Camping sehr laut rauscht. Der intensive Wind wird bis zum Abend nicht mehr nachlassen. In allen Gesprächen beteuern die Einheimischen, dass so starker Wind in dieser Jahreszeit nicht normal sei. Aber er ist jetzt da und wir müssen uns arrangieren. Ich gebe mir Mühe, muss dazwischen immer wieder schimpfen, obwohl es angenehmer ist wie Regen. Das Beste am heutigen starken Wind ist seine Richtung. Fast immer unterstützt er uns und schiebt uns vorwärts. Die entgegen kommenden Velofahrende tun mir leid, ich spüre, was sie leisten, wenn auch unser Weg kurzfristig die Richtung ändert.
Freuden auf dem heutigen Weg gen Süden sind für Hannes ein Leuchtturm und für mich die ersten blühenden Malven auf dieser Reise.


Vor ganz vielen Häusern stehen diese Blumen zusammen mit Rosen, bis jetzt blühten nur diese.

Unser Weg führt uns über die älteste Steinbrücke Schwedens in Falkenberg und dann wieder lange dem Meer entlang.


Zum Glück hat Hannes mehr Ehrgeiz bei der Suche eines windarmen Zmittagsplätzchen. An diesem wunderbaren Platz in einer wenig besuchten Bucht geniessen wir eine lange Pause.

Dann werden die Strände bekannter und voller, die Häuser in deren Nähe immer luxeriöser. Uns wird klar, dass wir bei diesem massiven Wind trotz Sonnenschein nicht zelten wollen. Kurz überlegen wir uns eine Übernachtung in einem der angesagten Strandhotels, sind aber schnell wieder am Velofahren, nachdem ich nur kurz die Luft in der Rezeption geschnuppert habe. Eine ganz eigene Stimmung schlägt mir da entgegen, ich spüre schnell, dass ich da nicht hin will und mich nicht wohl fühlen würde.

Wir fahren weiter bis Halmstadt und sind happy mit unserem kleinen Stadthotel.
Auf dem Weg zum Nachtessen, passieren wir noch einen echten Picasso!

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