Ängelholm – Helsingborg, 66 km

Heute machen wir das Gegenteil von gestern, wir streichen die geplante Abkürzung und fahren rund um die Halbinsel, die wir vom Strand aus gesehen haben. Da wir so begeistert sind vom Veloweg Kattegattleden, sind wir voller Vorfreude und werden nicht enttäuscht. Alles ist perfekt, Wetter, Wind und Weg. Wir fahren immer wieder nahe am Meer und an so hübschen Häusern mit liebevollen Gärten vorbei, wir kommen uns manchmal vor wie im Freilichtmuseum. Täglich passieren wir auch die Überbleibsel des Mittsommerfestes und immer wieder lädt ein Hinweis zu einem Kunstschaffenden ein.


Gegen Mittag fahren wir an einem Traumcafé vorbei, beschliessen, den Lunch in der Velotasche zu lassen und dort einzukehren. Mit Meerblick, Tischtuch und im Blumenmeer schmeckt mir alles doppelt so gut.


Am Nachmittag folgt dann ein Strand dem anderen. Heute ist wahrscheinlich einer der ersten heissen Tage dieses Jahres und alle wollen Sonne und Meer.
Die Einfahrt in die Stadt Helsingborg ist eine einzige lange Strandpromenade. Unglaublich viele Leute sind am Baden und vor allem am Sonnenbaden, eine ausgelassene Stimmung trägt uns in die Stadt.

Zuerst passieren wir den Hafen mit den modernen Häusern und dann gehts auf Kanninchenjagd. Wir finden die süssen Kerle, die ich unbedingt sehen wollte, vor dem Kulturhaus.


Da überfällt mich eine Müdigkeit, kann mir nicht mehr vorstellen, mehr Sightseeing zu machen und dann noch zum Campingplatz zu radeln. Hannes lädt uns in ein mega schönes Hotel ganz vorne am Meer ein. Wir bekommen ein Zimmer mit Sicht aufs Wasser, den Hafen und die Fähre nach Dänemark fährt genau vor unserem Fenster in den Hafen ein. Wir sind auf gleicher Höhe wie der Kapitän. Alles perfekt und wir können es sehr geniessen.
Den Lunch aus der Velotasche essen wir an der Mole vor dem Hotel und sind erstaunt, dass wir heiss haben, anstatt nach der Jacke zu greifen, wie bisher fast jeden Abend.
Und, Première in meinem Leben, wir trinken ein Bier in der Rooftopbar des Hotels, mit spektakulärer Ausicht auf die Stadt und das Meer.

Weil wir uns gut erholt haben, ziehen wir zu Fuss nochmals los zum nächtlichen Stadtbummel.