Lund – Malmö, 24 km
Wir verbringen einen letzten Sightseeing Halbtag in Lund. Die kleine Stadt hat einen für ihre Grösse ungewöhnlich mächtigen romanischen Dom. Schon beim Eintretten merke ich, wie gut er mir gefällt und wie wohl ich mich da fühle.
«Geerdet» kommt mir spontan in den Sinn. Zuerst setze ich mich nur hin und spüre eine grosse Dankbarkeit für unsere unfallfreie Reise.
Die astronomische Uhr im Dom zieht mich an. Obwohl ich vieles nicht verstehe, fasziniert mich dieses Meisterwerk.
Hier kann man das heutige Datum ablesen.

Danach stromern wir noch durch ein kleines Freilichtmuseum mitten in der Stadt. Es ist immer wieder eindrücklich und irgendwie auch unvorstellbar, wie die Menschen früher lebten. Wie kalt mag es in diesen Häusern im Winter gewesen sein?


Einmal Köttbullar essen muss sein für Hannes in Schweden.

Anstatt direkt nach Malmö zu fahren, machen wir noch einen Abstecher an den Lommastrand. Meine Badehosen liegen zuoberst in der Velotasche. Heute sind es nicht die vielen Menschen, sondern wieder der Wind, der mich vom Baden abhällt. Schon auf den Hinweg müssen wir uns gegen den stärksten Gegenwind dieser Ferien durchsetzen.
Am Strand finden es vor allem die Kitesurfer toll. Wir finden einen windgeschützen Platz und lesen einmal mehr weiter im zweiten Buch von Kommissar Wallander und schlecken das beste Glacé der Ferien.

Ein letztes Mal gibts Fish & Chips und dann kommen die letzten Kilometer bis Malmö. Von weitem sehen wir schon den Turning Torse, Malmös Wahrzeichen.

Hier haben wir unsere Südschwedenrundreise vor sechs Wochen gestartet. Der Kreis hat sich geschlossen, um viele schöne Eindrücke und Erlebnisse reicher, sind wir wieder da. Der lange Heimweg beginnt und er ist natürlich nicht so prickelnd wie die Hinreise. Schon das Einchecken in der Fähre ist mühsam. Wir müssen in der Autokolonne, wo kaum einer den Motor abstellt warten. Danach auf dem Fährgelände vergeht nochmals gut eine Stunde, wo wir nur am Boden sitzen können. Hier ist man nicht auf Velos eingestellt, behandelt sie wie Autos. Zum Glück regnet es nicht…..

Mit dem Sonnenuntergang um 22h verlässt die Fähre Schweden. Wir passieren die Öresundbrücke, bei deren Baujuristen Joran wir zu Gast waren, wie gerne denken wir daran zurück. Morgen werden wir nochmals knapp 100 km Velofahren, um am Abend in Hamburg den Nachtzug nach Zürich zu erreichen.
Hier endet der Blog dieser unvergesslichen Reise, auf der wir 2315 km gefahren sind, 11400 Höhenmeter (gemäss GPS und da ist die Höhe oft ungenau) bezwungen haben, 151 Stunden auf dem Pino gesessen sind und unser Schutzengel grosses geleistet hat.
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