Verdun – Inor, 77 km

Nach sechs wöchigem Familienbesuch, ohne unser Fitnessprgramm, geniessen wir es sehr, wieder richtig in die Pedalen tretten zu können. Durch ein Topfrühstück gestärkt, schwingen wir uns aufs Pino und verlassen Verdun dem Maasufer entlang. Schnell sind wir mitten in der Natur, sehen Libellen und Schmetterlinge, Beeren, Hagebutten und Kastanien wachsen am Wegesrand. Doch die Idylle trügt, vor über 100 Jahren wurde hier unerbitterlich gekämpft, hier verlief die Frontlinie und Deutsche und Franzosen rangen um jeden Meter. Das Gebiet war so stark von Mienen und Kampfstoffen belastet, dass einige Dörfer nie mehr aufgebaut wurden. Daran erinnern Gedenkstätten.


Als unser Weg die Maas verlässt, wird es öder und anstrengender.


Dafür gibts Wassernachschub aus einem winzigen Lädeli.

Zum Glück finden wir einen hübschen See für die Mittagspause. Der erste Kaffee vom Camingkocher scheckt nach Ferien und Erholung und ein anschliessendes Ausruhen im Wiesli (Gruss an Anita) passt perfekt.

Es ist ein heisser Sommertag und bei der Weiterfahrt auf Teerstrassen durchs Niemandsland finden wir es sehr anstrengend und träumen von Glacé im nächsten Städtli. Leider wird nichts daraus. Dafür besuchen wir ein Biermuseum. Uns war nicht bewusst, wieviele Brauereien es hier in Nordfrankreich gab. Gefallen hat mir vor allem der Teil mit den alten Bierwerbungen. Na dann zum Wohl!

Nach unserem Besuch ist es draussen deutlich kühler und wir packen die letzten Kilometer an. Sehr müde erreichen wir unseren Campingplatz und freuen uns auf einen grossen Teller Pasta. Natürlich gibt es in Frankreich vin rouge dazu, für einen süffigen Abschluss.