Inor- Charleville-Mézières, 78 km
Da sie sich in unseren Schwedenferien so bewährt haben, machen wir sie wieder, die Overnightoats mit Chia, Samen, Nüssen und Früchten.
Wir können die Stärkung gebrauchen, denn unser Weg geht ab Campingplatz immer wieder steil hinauf.
Am Himmel kämpfen Wolken und Sonne um die Mehrheit und es ist angenehm, dass auch der Wind mitmacht.
Mit Mouzon erreichen wir ein schönes Städtli und geniessen an der Sonne, vor der riesigen Kirche unser erstes pain au chocolat.

Die Kirche fühlt sich total überdimensioniert an. Sie stammt aus der Zeit, wo hier noch tausend Personen in der Filzindusrie gearbeitet haben.
Filz hat den Ort bekannt gemacht und so besuchen wir das Filzmuseum. Wie schon gestern beim Biermuseum sind wir positiv überrascht von der Qualität. Als erstes sehen wir einen Film, wie bis vor kurzem Filzteppiche in der Südtürkei hergestellt wurden. Ich werde diese Bilder so schnell nicht vergessen. Männer mit nacktem Oberkörper lassen diese auf zusammengerollte Wollfliesse auf Tischen fallen. Durch die Reibung und den Schweiss entsteht der Filz. Was für eine unglaublich anstrengende Arbeit. Auch wird uns nochmals bewusst, an wievielen Orten im Alltag Filz gebraucht wird, vom Jassteppich über Dichtungen zu modernen Kleidern.


Wir freuen uns, dass unser Weg jetzt wieder direkt der Maas folgt. In Sedan gibts für Monsieur Croque Monsieur zum Zmittag und für Madame Croque Madame.
Weiter gehts dem Fluss entlang, nur leider sehr eintönig. Wir sehen immer die selbe Umgebung und werden immer müder.

Ein selbstgekochter Kaffee hilft uns über die Kriese.

Und schon kommen die Vorboten unseres Ziels Charleville-Mézières. Schlagartig ist es nicht mehr langweilig und wir kurven im Abendverkehr zu unserem Hotel. Wie angekündigt regnet es, während wir uns erholen und hört auf, als wir einen Rundgang durch die Stadt machen. Der riesige Place Ducal ist beeindruckend, sonst können wir der Stadt nicht viel abgewinnen, vielleicht sind wir schlicht zu müde, um Schönes zu entdecken.
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