Haybes – Dinan, 59 km

Mit dem Morgenkaffee stehen wir an der Maas und bestaunen die erste Herbststimmung.

Der Nebel liegt über dem Wasser und es ist recht kühl.

Wir freuen uns beide auf die heutige Velofahrt. Sehr abwechslungsreich empfinden wir den Weg, glücklich treten wir in die Pedale. Es ist spannend zu sehen, wie und wo Menschen leben. Der Maas entlang sind uns immer wieder sehr provisorische Zelt-Auto Behausungen aufgefallen und ganz einfache Trailerparks, die wir nur aus Amerika kannten. Als wir die Grenze zu Belgien überschreiten, ist mein erster Eindruck, lebendig und wohlhabend.
Aus der Natur kommen wir in die Stadt Dinant. Sie ist voller TouristInnen, daran müssen wir uns erst gewöhnen. Plötzlich ist das Maasufer ein Rummelplatz, Ausflugsboote, Restaurant und überall viel Bier.

Hannes, fit wie immer, steigt zuerst zu Fuss zur Zitadelle hoch.


Das mögen meine Beine nicht mehr. Ich bummle durch die alten Gassen und besuche eine kleine Ausstellung über Adolph Sax, den Erfinder des Saxophons, der hier geboren wurde.

Das wird sehr vermarktet, in der ganzen Stadt stehen riesige bunte Saxophone. Dann erstehe ich ein typisches Gebäck, einen croque de dinant, ein Honiggebäck, tirgelähnlich, dicker und härter, das einen das Langsamessen lehrt.

Per Zufall entdecke ich eine wunderschöne Ecke mit dem ältesten Haus von Dinant, abseits der Touristenpfade.

Hier geniessen wir ein Bier und ein Apéroplättli. Auch ich komme langsam auf den Biergeschmack, bleibe gerne beim alkoholfreien, welches es in grosser Auswahl gibt.