Middelburg – Renesse, 62 km

Wir hatten ein witziges Hotelzimmer, zweistöckig mit enger steiler Treppe zum Bett hoch. Unfallfrei verlassenn wir es und wollen jetzt schnell wieder ans Meer. Wir kurven durch Landwirtschaftsgebiet und nichts deutet auf die Meeresnähe hin. Und dann sind wir wieder da, stolz, dass wir mit unserer eigenen Kraft ans Meer gekommen sind.

Der Veloweg, fietspad, geht den ganzen Tag dem Meer entlang, mal ganz direkt, was unschlagbar ist, oft hinter den Dünen.

Dann ist der Weg gesäumt von den orangen Beeren des Sanddorns und den gelben Blüten des wilden Ruccholas.

Immer wieder fahren wir auch durch schöne Wälder, eine gute Abwechslung.

Es windet den ganzen Tag stark, zum Glück meist von hinten. so werden wir auch sanft die neun Kilometer über die eindrückliche Flutwehranlage «geschoben».

Jede Pause machen wir mit Meeressicht und es hat fast etwas Schönes, wenn der Apfelkuchen mit Sandkörnern gespickt ist.
Wieder einmal zelten? Die Holländer sind ja ein Volk von Campern und die Plätze liegen oft in Meeresnähe. Deshalb suchen wir einen auf und sind dann enttäuscht über die Ecke, die wir zugewiesen bekommen, ohne Tisch und Bank. Da ich recht müde bin, rutsche ich schneller in eine Fruststimmung. Hannes holt mich raus, indem wir den kurzen Weg ans Meer fahren, in einem Strandpavillon etwas trinken und dann noch im Sand einen Spaziergang am Meer machen. Die Stimmung ist wieder gut, wir essen in einem Strandpavillon Znacht und freuen uns am Meeresblick.

Die Stimmung wird wieder schlechter, als wir am Abend auf dem Camping keinen Ort finden, wo wir geschützt sitzen und blogen können. So endet unser Tag in der Waschküche des Campingplatzes.