Noordwijk – Amstelhoek, 66 km
Ich habe von einer Stadt gelesen, die erst 50 Jahre alt ist und im Zentrum autofrei. Beim Morgenspaziergang am Meer und einem feinen Frühstück, diskutieren wir, ob wir unsere geplante Route verlassen und statt dessen nach Almere fahren. Für spontane Änderungen ist auch Hannes stehts zu haben und so werden die nächsten Tage überraschend anders aussehen.
Bis am Mittag ist noch alles wie gehabt. Wir cruisen durch Dünenlandschafen und erfreuen uns immer wieder am Meer. Davon bekomme ich nie genug. Nett, wie hier immer wieder Sonnencrèmeautomaten stehen, wo man sich gratis bedienen kann und auch eine handfeste Krebsprävention.

Wir sind in Zandvoort, wo in den Dünen eine bekannte Autorennstrecke liegt. Für mich eine total sinnlose CO2 Schleuder.

Jetzt verlassen wir die Nordsee und biegen ins Landesinnere ab. Ein angenehmer Rückenwind bringt uns nach Haarlem. Zwei Sachen möchte ich hier anschauen. Mir geht es schon sehr gut, ich muss nur meine Wünsche bei Hannes deponieren und werde vorgefahren.
Zuerst bei einer Brauerei in einer ehemaligen Kirche. So etwas funktioniert hier scheinbar problemlos und das Kirchenbier, mit und ohne Alkohol, mundet sehr. Ist halt mit einem guten Geist gebraut…

Dann noch die Kirche St. Bavo mit ihrer beindruckenden Christian-Müller-Orgel.

Diese ist 30 Meter hoch, hat über 5000 Pfeiffen und schon Mozart und viele weitere Komponisten spielten darauf. Diese Infos lässt mich eintreten und staunen.

Dann gehts wirklich ins Landesinnere. Oft sind wir idyllisch an Grachten und sonstigen Gewässern unterwegs, aber auch im Grossraum des Flughafen Amsterdam mit regem Flugverkehr über unseren Köpfen. Aber egal wo, zu 99% fahren wir auf Velowegen oder sogar Velostrassen, wo Autos nur Gäste sind, traumhaft und vorbildlich.

Mitten im Landwirtschaftsgebiet zelten wir bei einem Bauernhof, geniessen die Ruhe sehr.

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