Gestern beim Znacht haben wir das Programm für heute kontrovers diskutiert. Velo fahren oder einen Tag Edam mit chillen? Velo fahren schwang obenaus. Beim Frühstück komme ich dann mit der Idee, doch noch einen Amsterdamtag zu machen, das hatten wir schon zuhause ausgeschlossen. Eine halbe Stunde später nehmen wir in Edam den Bus in die Grossstadt, während die ersten Tousistenbusse hier eintreffen. Ich liebe diese unerwarteten Wendungen und bin froh, sind wir beide so flexibel.
Am Hauptbahnhof Amsterdam können wir noch alles für unsere morgige Heimreise rekognoszieren. Und ja, der Nachtzug fährt jetzt doch, die ganze Aufregung am Ferienanfang war für die Katz. Wir sind happy, dass wir voraussichtlich liegen statt sitzen können.
Kommt man aus dem Bahnhof, ist man mittendrin im quirligen und sehr touristischen Leben der Hauptstadt. Die vielen Grachten und die vielen Bäume und Pflanzen lassen für mich alles leichter und freundlicher erscheinen.

Der strahlend blaue Himmel trägt das Seine dazu bei. Ich geniesse es sehr!


In diversen kleinen Geschäften komme ich mit den Verkaufenden ins Gespräch, sie führen z.T. die gleichen Produkte, wie wir im claro. Diese netten Begegnungen geben der Stadt einen persönlichen Touch.

Es hat wirklich unglaublich viele Menschen, Velos, Roller und Autos. Das Überqueren der Strassen braucht recht Konzentration. Es zieht uns auch in ruhigere Quartiere. Diese liegen meist nicht weit entfernt, haben aber eine ganz andere Atmosphäre, edle Wohnquartiere, familienfreundliche Wohnstrassen. Immer wieder setzen wir uns für einen Kaffee oder ein Bier und lassen all das bunte Leben an uns vorbei ziehen.



Der Weg zurück zum Bahnhof ist dann länger als gedacht, wir laufen beim Blumenmarkt an tausenden Tulpenzwiebeln vorbei, queren Chinatown und kommen aus dem Staunen über die vielen Menschen nicht heraus.
Der Bus bringt uns in 30 Minuten zurück ins beschauliche Edam. Es war schön und es ist schön, zurück zu sein. In einem herzigen Restaurant sind wir fast die einzigen Gäste und werden verwöhnt.